Unterwegs mit Kindern 2020-11-19T13:12:48+00:00

Unterwegs mit Kindern

Für Kinder ist alles aufregend und neu. Überall gibt es etwas zu entdecken, zu erforschen oder auszuprobieren. Meistens macht es noch viel mehr Spaß, wenn andere mitmachen. Dabei entstehen oft die tollsten Ideen. Mama oder Papa müssen ja nicht alles mitbekommen… Aber manchmal ist es ganz gut, wenn sie da sind. Falls es gerade einfach schön ist, in den Arm genommen zu werden. Oder ihre Hand zu halten. Oder wenn einem auf einmal ganz viele Fragen einfallen. Hat die Person, die Sie betreuen, vielleicht selbst Kinder und Enkelkinder? Gibt es etwas aus seiner oder ihrer eigenen Kindheit, das er oder sie nicht missen möchte: einen Glücksbringer, ein Lieblingsessen, einen Lieblingsplatz? Entdecken Sie die Welt gemeinsam durch die Augen eines Kindes: mit Liedern, Gedichten und Geräuschen – und mit Dingen zum Spielen, Malen oder Basteln, zum Anschauen und zum Naschen.

Foto: Ben Wicks on Unsplash

Aktivitäten

Gegenstände

Blatt mit den Worten HÄNSCHEN KLEIN Liedtitel oder mit dem gesamten Liedtext.

Aktivierungen

Lesen Sie gemeinsam den Titel des Liedes. Lassen Sie zunächst den Menschen mit Demenz die Worte lesen. Geben Sie die nötige Hilfestellung.

Gegenstände

Märchenbuch,

Bild von Hans im Glück,

Gans (z.B. Figur aus Stoff),

Stock, Beutel,

Goldmünzen aus Schokolade,

Glücksklee (Schokolade, Bild, echt, künstlich).

Aktivierungen

Bieten Sie ein Bewegungslied an:

Hänschen klein, ging allein,
– auf der Stelle gehen

in die weite Welt hinein
– mit beiden Händen einen Kreis in die Luft zeichnen

Stock und Hut steht ihm gut
– mit beiden Händen symbolisch einen Hut aufsetzen und absetzen

Ist auch wohlgemuth.
– die Arme seitlich im Takt mitschwingen lassen

Aber Mutter weinet sehr,
– mit den Händen Tränen aus den Augen wischen

Hat ja nun kein Hänschen mehr.
– leere Handflächen mit gestreckten Armen zeigen

Wünsch dir Glück, sagt ihr Blick,
– dem Gegenüber zunicken

Kehr nur bald zurück!
– Fingerzeigen

Bringen Sie ein Märchenbuch mit und sprechen gemeinsam über bekannte Märchen, besonders Hans im Glück.

Befühlen Sie gemeinsam die Gegenstände. Geben Sie Assoziationen freien Lauf.

Essen Sie gemeinsam die Schokolade.

Gesprächsanregungen

Haben Sie schon mal etwas gewonnen?

Wann wünscht man sich „viel Glück“?

Welche Worte mit Glück.. fallen uns ein?

Aktivitäten

Gegenstände

Blatt mit den Worten EIN FRÖHLICHES KIND.

Aktivierungen

Lesen Sie gemeinsam den Titel. Lassen Sie zunächst den Menschen mit Demenz das Wort lesen. Geben Sie die nötige Hilfestellung.

Gegenstände

Luftballon.

Aktivierungen

Überlegen Sie gemeinsam, was man mit einem Luftballon anstellen kann. Lassen sie ihn quietschen, reiben, pusten Sie ihn, werfen Sie ihn zu, spielen Sie Luftballon-Tennis.

Gesprächsanregungen

Was kann man mit einem Luftballon anstellen?

Welche Kinderspiele fallen uns noch ein?

Rainer Maria Rilke: Du musst das Leben nicht versteh‘n

Aktivitäten

Gegenstände

Blatt mit dem Worten DU MUSST DAS LEBEN NICHT VERSTEH’N oder mit dem kompletten Text des Gedichts.

Aktivierungen

Lesen Sie gemeinsam den Titel des Gedichtes. Lassen Sie zunächst den Menschen mit Demenz die Worte lesen. Geben Sie die nötige Hilfestellung.

Gegenstände

Seifenblasen,

Blumen, z.B. Gänse- oder Dotterblumen.

Aktivierungen

Sprechen Sie gemeinsam über Kinderspiele, Kinderreime. Pusten Sie gemeinsam Seifenblasen. Pflücken Sie Gänseblümchen, stellen Sie diese gemeinsam in eine Vase.

Gesprächsanregungen

Welche Spiele spielen Kinder gerne?

Aktivitäten

Gegenstände

Blatt mit den Worten ES WAR EIN MÄDEL WEISS WIE SCHNEE.

Aktivierungen

Lesen Sie gemeinsam den Titel des Liedes. Lassen Sie zunächst den Menschen mit Demenz die Worte lesen. Geben Sie die nötige Hilfestellung.

Gesprächsanregungen

Waren Sie schon einmal am Bodensee?

Gegenstände

Bilder von Urlauben, Hochzeiten,
Postkarten,
Liebesbriefe.

Aktivierungen

Betrachten Sie gemeinsam Bilder aus dem Urlaub und sehen Sie gemeinsam alte Fotos und Postkarten an. Eine Beschriftung der Fotos im Wortlaut des Menschen mit Demenz unterstützt die Wortfindung und das Langzeitgedächtnis.

Sprechen Sie über Urlaubsbekanntschaften.

Gesprächsanregungen

An welche Seen sind Sie gerne gereist?